Institut für innovative Politik fordert: Alkohol und Tabak auch aus Löhnen streichen

Pressemeldung Erwerbslosen Forum Deutschland und Klartext e. V.

Sehr geehrte Damen und Herren,

das Institut für innovative Politik (IP)
hat uns beauftrag die nachfolgende Pressemeldung zu verbreiten. Bei Nennung Institutes ist eine uneingeschränkte Nutzung erlaubt.

Mit freundlichen Grüßen

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Institut für innovative Politik (IP)

http://ip.blogsport.de/

PM: IP 7/2011 vom 09.04.2011

Im Interesse der Gesundheit:

Alkohol und Tabak auch aus Löhnen streichen, nicht nur aus Arbeitslosengeld II

Frankfurt/Bonn 09.04.2011

Die Bundesregierung gesteht aus Sorge um die Gesundheit von Erwerbslosen den BezieherInnen von Hartz IV-Leistungen keinerlei Mittel für Alkohol- und Tabakkonsum mehr zu. Sie rechnete die Flüssigkeitsmenge des Alkoholkonsums in Beträge für Mineralwasser um.

Was aber ist mit der Gesundheit der arbeitenden Bevölkerung? Kann man zulassen, dass im Lohn nach wie vor Mittel für den Konsum von Alkohol und Tabak enthalten sind? Anscheinend ist der Bundesregierung, besonders aber den Unternehmen, die Gesundheit der Mitarbeiter vollkommen gleichgültig. Um dieser Ungerechtigkeit entgegen zu wirken, schlägt das Institut für innovative Politik (IP) vor, die Löhne um die Kosten des Durchschnittskonsums von Alkohol und Tabak zu kürzen. Dazu hat das Institut die Durchschnittskosten des Alkohol- und Tabakkonsums aller Personen über 20 Jahren ermittelt.

135 Liter Bier, 30 Liter Wein und 6,7 Liter Schnaps waren zu verzeichnen. Bewertet mit maßvollen Preisen von 1 € pro Liter Bier, 3 € pro Liter Wein und 8 € pro Liter Schnaps kommt man auf 282 € im Jahr. Die Gesamtflüssigkeitsmenge von 171,7 Litern mit 0,25 € pro Liter in Mineralwasser umgerechnet, erhält man etwa 240 € im Jahr oder 20 € im Monat.

2010 wurden von jeder Person über 20 Jahren 1.276 Zigaretten geraucht. Bei gegenwärtig 0,25 € pro Zigarette (für eine Markenzigarette) kommt man auf 26,60 € im Monat.

Diese Kosten müssten aus allen Löhnen gestrichen werden, um den Drogenkonsum der Bevölkerung einzudämmen, der von verantwortungslosen Unternehmen über Teile des Lohns mitfinanziert wird. Bei einem Durchschnittslohn von 2.550 € brutto oder rund 1.600 € netto entfallen rund 50 € auf die Förderung des Drogenkonsums.


Ein Skandal

Prof. Dr. Dr. h.c. Dieter. Dummbeutel, der Leiter des IP, fordert die Unternehmen auf, eine Kürzung des Durchschnittslohns um mindestens 3 Prozent durchzusetzen. Es könne nicht angehen, dass Erwerbslose beim Kampf gegen Drogen Erwerbstätigen gegenüber dermaßen bevorzugt würden. Die notwendigen Kürzungen könnten mit den anstehenden Lohnerhöhungen sozialverträglich verrechnet werden.

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Das Erwerbslosen Forum Deutschland und Klartext e.V. haben am Aschermittwoch 2010 das Institut für innovative Politik (IP) gegründet. Die Leitung wurde Prof. Dr. Dr. hc. D. Dummbeutel übertragen.

Das Institut denkt da weiter, wo andere aufhören. Sein Markenzeichen sind wegweisend innovative Vorschläge zu einer konsequenteren Politik in Berlin und zur Stärkung der sozialen Marktwirtschaft.

http://ip.blogsport.de/

Kontakt: Martin Behrsing 0160/99278357 (Erwerbslosen Forum Deutschland)
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2 Antworten auf „Institut für innovative Politik fordert: Alkohol und Tabak auch aus Löhnen streichen“


  1. 1 Dieter Carstensen 10. April 2011 um 7:52 Uhr

    Endlich! Wurde auch Zeit, dass den rauchenden und saufenden Suchtis in den Betrieben und Parlamenten endlich mal der Riegel vorgeschoben wird.

    Wenn die nach Feierabend besoffen mit ihren Autos massenweise Fußgänger umnieten, so ist das nicht schön.

    Die Hartzies tun so etwas Schlimmes nicht, da zum einen kein Geld für Alk und zum Anderen kein Geld für ein Auto.

    Die räuchern auch nicht im Suff die Kneipen und Kinderzimmer voll, für Zigaretten reicht es eh nicht.

    Hartzies leben also gesünder und verhalten sich sozialer als die Werktätigen in den Betrieben und die weniger Tätigen in den Parlamenten.

    Eines Tages wird die Bevölkerung den Hartzies dankbar sein, sie erst ermöglichten, durch ihr alltägliches Vorleben, sozusagen als Initialzündung, auch dem Rest der Bevölkerung ein zufriedenes und suchtmittelfreies Leben.

    Es ist solidarisch von den Hartzies, nunmehr auch dem Rest der Bevölkerung ein solches gesundes, glückliches und zufriedenes Leben ermöglichen zu wollen.

    Ich werde das „Institut für innovative Politik“ für den Gesundheitspreis 2011 vorschlagen …

  2. 2 Peter Schütz 11. April 2011 um 14:13 Uhr

    Hallo Herr Behrsing,

    als langjähriger Nachdenkseiten_leser finde ich Ihre Aktion die Kosten für Alkohol und Tabak auch aus den Löhnen zu streichen eine sehr gelungene Aktion. Weiter so!!!
    Wo kann man auf Ihrer Website mit unterzeichnen? ;-)

    Gruß
    Peter Schütz

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